21.06.2019

Vertrauen statt Stigmatisierung

Das Phänomen aus Gruppen ausgeschlossen zu werden, ist wohl älter als die Menschheit selbst. Der Ausschluss aus einer Gruppe bedeutete für den Abgesonderten früher meist den sicheren Tod, da nur ein Verbund Nahrung und Schutz bietet. Dieses Stigmatisieren einer einzelnen Person ist auch in der modernen Arbeitswelt immer wieder anzutreffen, dabei verhindert es oft wertvolle Lernerfolge.

Die Neurowissenschaftlerin Naomi Eisenberger belegte im Jahr 2003, dass der Ausschluss aus einer Gruppe die gleichen Gehirnareale anspricht, die auch für das Empfinden von physischem Schmerz verantwortlich sind. Das heißt: Mobbing und Ausschluss verursachen den gleichen Schmerz wie eine körperliche Verletzung. Das ist nicht nur für den Betroffenen selbst eine leidvolle Erfahrung, auch die Menschen, die stigmatisieren, haben dadurch enorme Nachtteile.

Wie Mitarbeiter stigmatisiert werden
Das Stigmatisieren von Arbeitskollegen und Mitarbeitern ist die moderne Form des Ausschlusses. Hierbei werden Menschen bestimmte negative Attribute zugeordnet – wie zum Beispiel Inkompetenz, Scheitern oder Irrtum. Damit wird der Person eindeutig signalisiert, dass sie nicht mehr zur Gruppe gehört. In der Arbeitswelt ist es aufgrund arbeitsrechtlicher Schutzmaßnahmen nicht möglich, jemanden ohne Weiteres zu entlassen und somit aus der Gruppe zu entfernen. Also wird er auf subtile Art stetig stigmatisiert.

Wozu Stigmatisierung führt
Wird ein Arbeitskollege oder Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum stigmatisiert, wird er sich zurückziehen und unter psychischem Schmerz, Stress und psychosozialer Unsicherheit leiden. Das führt dazu, dass er sich, wenn möglich, eine neue Arbeitsstelle sucht oder irgendwann aufgibt und innerlich kündigt. Natürlich macht kein Mensch gerne Fehler, irrt sich gerne oder scheitert bewusst. Nicht selten finden sich die Gründe hierfür oft im Umfeld oder in der Planungsunsicherheit agiler Zeiten. Mitarbeiter, die jetzt Angst vor der Reaktion anderer Kollegen, des Chefs oder der Gesellschaft haben müssen, werden versuchen, ihren Fehler zu vertuschen oder das vermeintliche Scheitern zu verstecken und verwenden viel Energie, Zeit und Kreativität darauf. Das ist fatal, denn dieser Mitarbeiter hat aus seinem Fehler, Irrtum oder Scheitern eine wichtige Lernerfahrung mitgenommen, die ihm hilft, seine Aufgaben in Zukunft fehlerfrei auszuführen. Die gemachte Lernerfahrung und mögliche Bereicherung für das Unternehmen, das Team und die Kollegen bleibt aus. Dem entgegen zu wirken, setzt allerdings Vertrauen voraus.

Vertrauen hilft Stigmata aufzulösen
Vertrauen in die Integrität und den guten Willen des Mitarbeiters, aber ganz besonders auch Vertrauen des Betroffenen in seine Kollegen und seine Vorgesetzten, ist bei der Auflösung von Stigmata unumgänglich. Dabei geht es nicht um blindes Vertrauen – Fehler sollten offen besprochen und die Ursachen, Erfahrungen und Erkenntnisse gemeinsam reflektiert werden. Vertrauen heißt aber, dass ein Mitarbeiter aufgrund eines Fehlers oder Irrtums nicht aus der Gruppe ausgeschlossen wird, sondern dass Führungskräfte Kollegen und Mitarbeiter gemeinsam daran arbeiten, aus diesen Fehlern und Irrtümern zu lernen und damit aus einer solchen Erfahrung einen Lernerfolg zu machen.

 

 

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Du hast es geschafft, die Menschen anzusprechen. Die Gruppe ist sehr heterogen und eine Gemeinsamkeit deshalb auch nicht leicht herzustellen. Durch die Erklärung von theoretischen Modellen zu (unterschiedlichen) Verhalten (auch in Change-Prozessen) fühlten sich alle angesprochen, ohne dass hier belehrend vorgegangen wurde. Dadurch konnten die Teilnehmer die Inhalte sehr gut annehmen. Die gemeinsame Basis für das weitere Vorgehen wurde gelegt.

Ingrid Blumenthal, Managing Director ALIUD PHARMA® GmbH, Vice President Generics Germany

Ich habe mich sehr lange mit dem Gedanken herumgetragen, einen Berater zu engagieren. Die Kosten waren das eine – aber die Befürchtung, mal wieder einen Berater zu bekommen, der nach „Schema-F“ unserem Unternehmen seinen Stempel aufdrücken möchte, das andere. Mit Herrn Overlack haben wir jedoch einen Berater gefunden, auf den DAS alles nicht zutrifft. Herr Overlack hört zu, erarbeitet mit allen am Prozess beteiligten Person eine individuelle auf das Unternehmen und ja, sogar auf die Person abgestimmte Vorgehensweise und Strategie. Zusammengefasst: Perfekt!!!

Stephan Romeike

Durch seine sehr angenehme und zielgerichtete Gesprächsführung konnten wir ein stimmiges Geschäftsmodell erarbeiten, strategische Ziele festlegen und mit der Maßnahmenplanung starten. Besonders erwähnen möchte ich, dass jeder Tag und alle zwischenzeitlichen Arbeiten sehr persönlich vorbereitet und durchgeführt wurden. Hierdurch und durch seine Art, sich einzubringen, entstand in kurzer Zeit eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Herangehensweise war sehr effizient und ich bin mit den Ergebnissen hochzufrieden. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit.

Max Schreier, Generalbevollmächtigter der ABF Apothekerin Eva Schreier e.K.

Sie haben für unser Unternehmen in professioneller Abwicklung das Projekt »Markteintrittsbewertung Nigeria« stets zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgeführt.

Rehau AG & Co.

Dann noch ein kurzes Feedback zu dem heutigen Tag! Ich fand das richtig gut heute. Es war super, mal ein Feedback von allen Kollegen zu bekommen und auch ein Feedback weiter zu geben.

DTB Dachtechnik Briel GmbH & Co. KG

Erst mal ein herzliches Dankeschön an Sie für die tolle Leitung des Workshops. Ich hatte den Eindruck, dass Sie uns erreicht haben, es war nie langweilig und es waren wirklich einige gute Ideen dabei. Bin sehr gespannt, wie das in den nächsten Wochen läuft und ob alle Kollegen die »Übungen« auch ausprobieren.

DTB Dachtechnik Briel GmbH & Co. KG

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